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Neues
31.05.2021, 08:17 Uhr | Johannes Wilp Übersicht | Drucken
Archäologische Funde in Gimbte
Feuerwehr-Neubau

Auf diesem Wege möchte ich Euch über den Projektfortschritt in Gimbte unterrichten, da es neue Erkenntnisse zum Grundstück gibt, auf dem das neue Feuerwehrhaus mit intrigierten Jugendräumen entstehen soll, die finanzielle Auswirkungen auf das Projekt haben. Es handelt sich um archäologische Funde auf dem Grundstück und Auflagen zum Artenschutz.



Direkt südlich der Planungsfläche wurde im vergangen Jahrhundert eine vorausgeschichtliche Urnenbestattung entdeckt, weitere lagen südöstlich, südlich der Überwasserstraße. Da vorgeschichtliche Urnenfriedhöfe in Westfalen häufig die Größe von mehreren Hektar erreichen, musste davon ausgegangen werden, dass hier weitere Urnenbestattungen als Teil eines großen Friedhofs existieren.


Im Rahmen der Beteiligung an der Änderung des Flächennutzungsplans meldete der LWL daher Bedenken an. In einem ersten Schritt wurde vorgeschlagen, archäologische Voruntersuchungen in Form von Probeschnitten vorzunehmen, um anschließend eine qualifizierte Stellungnahme zum Flächennutzungsplan abgeben zu können.

Um möglichst schnell im Verfahren voran zu kommen und Gewissheit über mögliche Restriktionen zu erhalten, wurden diese Voruntersuchungen kurzfristig veranlasst und in der ersten Maiwoche durchgeführt.

Die durchgeführten Probeschnitte bis auf gewachsenen Boden haben keine weiteren Hinweise auf Urnengräber ergeben, dafür wurden deutliche Zeichen für eine Hofstelle aus dem 12. Jahrhundert gefunden. (vgl. beigefügten Fotos).

Der LWL fordert aufgrund der Funde eine umfangreiche archäologische Untersuchung des gesamten Grundstücks vor Beginn der Bauarbeiten, wobei diese Arbeiten aus Kapazitätsgründen nicht vom LWL durchgeführt werden können, sondern an eine private Grabungsfirma unter der Fachaufsicht des LWL nach vorheriger Ausschreibung der Leistungen beauftragt werden müssen.

Der LWL schätzt den Umfang der anstehenden Grabungsarbeiten auf ca. 2-3 Monate. Zudem gilt es den Lebensraum eines dort befindlichen Steinkauzes zu erhalten.

Seitens der Verwaltung werden nun Überlegungen angestellt, wie mit den neuen Erkenntnissen umgegangen wird. Ziel soll es sein, dass das geplante Neubauprojekt zeitnah und bedarfsgerecht umgesetzt werden kann.



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